Bitcoin auf Kredit – Lohnt sich das? Eine Analyse

Sonderausgabe #02
Bitcoin auf Kredit – Lohnt sich das? Eine Analyse

Wenn du wirklich davon überzeugt bist, dass der Wert von Bitcoin langfristig steigt – warum nimmst du dann keinen Kredit auf und kaufst mehr davon?

Diese Worte haben mich lange begleitet. Zuerst als Provokation, später als Gedankenexperiment – und irgendwann als reale Entscheidung mit echten Konsequenzen.

In diesem Artikel nehmen wir das Thema Bitcoin auf Kredit unter die Lupe – mit Zahlen, Daten, Modellen, Risiken und Chancen. Und mit der Frage, für welchen Typ Mensch das funktionieren kann und wer besser die Finger davon lässt.


Wenn du den Inhalt lieber siehst statt liest: Ich habe drei ausführliche YouTube-Videos dazu veröffentlicht – mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

🎥 Bitcoin auf Kredit – Hältst du das aus? (8:17)
🎥 Bitcoin auf Kredit – Genial oder Wahnsinn? (59:45)
🎥 Volksbank startet Bitcoin-Kredite! (23:33)

Du findest sie auf meinem Heart Money YouTube-Kanal.


Wie alles begann

Meine intensive Bitcoin-Reise begann 2021. Ein Jahr später saß ich mit einem guten Freund – einem überzeugten Bitcoin-Kritiker – beim Abendessen zusammen. Ich war damals schon tief im Thema, hatte einige Bücher gelesen, unzählige Videos geschaut, Gespräche geführt und Diskussionen verfolgt.

Für mich stand fest: Bitcoin wird sich durchsetzen, weil die Anreize so gut sind, dass früher oder später jeder ein bisschen Bitcoin besitzen möchte.

Mein Freund sah das völlig anders. Etwas ungehalten und fast schon empört stellte er mir diese eine Frage:

Wenn du dir deiner Sache wirklich so sicher bist, warum nimmst du dann keinen Kredit auf und kaufst mehr Bitcoin?

Ich hatte damals noch keine gute Antwort darauf. Aber ab diesem Moment begann ein Denkprozess. Unsere Diskussion wurde zum Startpunkt meiner gründlichen Auseinandersetzung mit der Frage, ob es sich lohnen könnte, Bitcoin auf Kredit zu kaufen.

Im Jahr 2023 zog ich die Konsequenz und nahm tatsächlich einen Konsumentenkredit auf. Heute kann ich sagen: Diese Entscheidung hat mein Leben verändert. Nicht, weil sie mich über Nacht finanziell unabhängig gemacht hätte, sondern weil sie mir zwei Jahre später das Vertrauen gab, beruflich neue Wege zu gehen – in meinem Fall in die Selbstständigkeit mit Bitcoin-Bildung.

Was bedeutet eigentlich „Bitcoin auf Kredit“?

Im Kern ist es ganz einfach: Man leiht sich Geld, um davon Bitcoin zu kaufen. Dafür kommen unterschiedliche Kreditarten infrage. Man kann zum Beispiel unterscheiden zwischen:

  • Konsumentenkrediten – also klassischen Privatkrediten, wie sie jede Bank anbietet, und

  • Bitcoin-besicherten Krediten, bei denen man die eigenen Bitcoin (sofern man welche besitzt) als Sicherheit hinterlegt, um zum Beispiel Euro oder Schweizer Franken zu erhalten.

Ich beschränke mich in diesem Artikel auf diese beiden Varianten. Kleiner Spoiler vorab: Beide können sinnvoll oder hochriskant sein, je nach Risikoprofil und Zeitpunkt.

Braucht es überhaupt Bitcoin auf Kredit?

Die kurze Antwort: Nein.

Die meisten Menschen bauen ihr Bitcoin-Vermögen über klassische Sparpläne auf – also über Dollar-Cost-Averaging (DCA), bei dem regelmäßig kleine Beträge investiert werden, zum Beispiel monatlich oder wöchentlich. Dies hat eine internationale Umfrage der Firma Kraken ergeben:

Link zu den Umfrage-Ergebnissen

Bitcoin auf Kredit ist aus meiner Sicht nur ein spannendes Nischenthema – geeignet für erfahrene und risikofreudige Bitcoiner, nicht aber für Einsteiger, die sich noch mit den Grundlagen vertraut machen.

Die Idee hinter dem Kredit

Warum kommen Menschen überhaupt auf die – auf den ersten Blick – irrsinnige Idee, einen Kredit aufzunehmen, um Bitcoin zu kaufen?

Die Logik dahinter klingt verführerisch: Wenn ich davon ausgehe, dass der Preis in Zukunft immer weiter steigt, könnte ich den Kauf vorziehen – also heute mehr Bitcoin besitzen und so von der späteren Wertsteigerung stärker profitieren, mit sogenannter Hebelwirkung.

Das funktioniert, solange der Kurs tatsächlich steigt. Aber was passiert, wenn er fällt?

Um das besser zu verstehen, schauen wir uns im Folgenden zwei Szenarien mit konkreten Zahlen an.

Zwei Rechenbeispiele

Nehmen wir einen Konsumentenkredit über 10.000 €, Laufzeit 48 Monate (also vier Jahre), mit einem effektiven Jahreszins von 6,89 % an. (Ja, das geht heute günstiger – aber rechnen wir vorsichtshalber mit etwas schlechteren Konditionen.)

Das ergibt 48 Monatsraten à 238 €.

Wenn wir vor fünf Jahren – also im Oktober 2020 – zu diesen Konditionen einen Kredit aufgenommen und davon Bitcoin gekauft hätten, dann hätten wir für 10.000 € etwa 1,08 BTC bekommen, denn damals lag der Kurs bei rund 9.200 €.

Wer stattdessen über vier Jahre hinweg monatlich 238 € in Bitcoin investiert hätte, hätte nur etwa 0,40 BTC angespart.

Ergebnis: Der Kredit hätte 166 % mehr Bitcoin gebracht – bei gleichem Geldeinsatz (48 × 238 €). Klingt beeindruckend, oder?

Aber: Hätten wir denselben Kredit ein Jahr später aufgenommen – also im Oktober 2021 – zu einem Kurs von rund 37.800 €, sähe das ganz anders aus. Dann hätten wir nur 0,26 BTC kaufen können, während man über einen Sparplan im selben Zeitraum 0,31 BTC erreicht hätte.

In diesem Fall hätte der Kredit also 17 % schlechter abgeschnitten.

Was also ist nun besser – regelmäßig sparen oder einmalig mit Kredit kaufen?

Kredit oder Sparplan – was hätte sich langfristig gelohnt?

Die beiden Beispiele zeigen bereits, wie stark das Ergebnis vom Einstiegszeitpunkt abhängt. Aber was passiert, wenn wir das Ganze systematisch über viele Jahre hinweg betrachten?

Ich habe dazu den Zeitraum von April 2013 bis Oktober 2021 analysiert und für jeden Monat berechnet, wie viel mehr Bitcoin man mit einem Kreditkauf erzielt hätte – im Vergleich zu einem gleichwertigen Sparplan. Das Ergebnis sieht man in folgender Kurve:

Mehr-BTC durch Kredit-Einmalkauf: Prozentuale Zusatzmenge gegenüber monatlichem Sparplan

Die meisten Punkte auf der Kurve liegen über der Nulllinie – das bedeutet: In den meisten Zeiträumen wäre ein einmaliger Bitcoin-Kauf auf Kredit tatsächlich profitabler gewesen als der klassische Sparplan.

Nur zu bestimmten Zeitpunkten – vor allem rund um die Hochphasen im Januar 2014, Januar 2018 und im Jahr 2021 – hätte sich ein Kredit nicht gelohnt. Genau das sind die Phasen, in denen der Bitcoin-Preis besonders hoch war. (Dazu gleich mehr.)

Wer also kurz vor einem Allzeithoch einen Kredit aufgenommen hätte, musste in den folgenden Monaten mit deutlichen Kursrückgängen leben. Über den gesamten Zeitraum betrachtet war der Kredit aber erstaunlich oft im Vorteil.

Was passiert bei längeren Kreditlaufzeiten?

Die obige Analyse bezog sich auf eine Laufzeit von 48 Monaten (also vier Jahren).
Doch wie hätte sich das Ergebnis verändert, wenn man den Kredit länger laufen lässt – zum Beispiel über 6, 8 oder 10 Jahre?

Ich habe dasselbe Modell mit 7296 und 120 Monaten Laufzeit durchgerechnet. Das Bild bleibt grundsätzlich gleich – die Kurven verlaufen nahezu identisch, liegen jedoch insgesamt etwas höher.

Mehr-BTC durch Kredit-Einmalkauf: Prozentuale Zusatzmenge gegenüber monatlichem Sparplan

Das heißt: Über den betrachteten Zeitraum hinweg verbesserten längere Laufzeiten das Ergebnis. Das lässt sich leicht erklären: Ein größerer Zeitraum gab dem Bitcoin-Kurs mehr Gelegenheit, sich von zwischenzeitlichen Rücksetzern wieder zu erholen.

Eine ausgedehntere Kreditlaufzeit wirkte sich also positiv aus, solange die durchschnittliche jährliche Rendite über den Kreditkosten lag. Das war in der Rückschau stets der Fall.

Oder anders gesagt: Eine längere Laufzeit verringerte in der Vergangenheit das Risiko, zum ungünstigen Zeitpunkt eingestiegen zu sein.

Wichtig: Diese Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf historische Daten. Ob sich der Effekt in Zukunft wiederholt, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen – die Tendenz der Vergangenheit war jedoch eindeutig: Längere Laufzeiten hätten zu einem besseren Gesamtergebnis geführt.

Doch selbst bei einer Kreditlaufzeit von zehn Jahren wäre es in der Vergangenheit möglich gewesen, einen ungünstigen Einstiegszeitpunkt zu erwischen. Für eine Entscheidung im Hier und Jetzt bleibt also die entscheidende Frage: Wie lässt sich das Risiko eines schlechten Timings reduzieren?

Zeit und Timing – das Power Law Modell

Um einzuschätzen, wann ein günstiger Zeitpunkt für einen Kreditkauf sein könnte, lohnt sich ein Blick auf das sogenannte Power Law Modell. Es ist aktuell das beste und konsistenteste Preis-Modell, das wir für Bitcoin haben.

Es beschreibt den langfristigen Preiskorridor von Bitcoin zwischen einer oberen und einer unteren Grenze – also zwischen Überbewertung und Unterbewertung. Das Besondere: Die Darstellung ist doppelt logarithmisch – sowohl die Zeit- als auch die Preisachse sind logarithmiert, wie in der Version von BiTBO zu sehen.

Quelle: charts.bitbo.io, Screenshot vom 23. Oktober 2025

Laut diesem Modell war es in der Vergangenheit ungünstig, einen Kredit aufzunehmen, wenn der Bitcoin-Preis nahe der oberen (lila) Grenze lag – also etwa im Januar 2014Januar 2018 und 2021.

In Phasen, in denen der Kurs hingegen nahe der unteren (roten) Begrenzung lag, wäre ein Kredit historisch gesehen deutlich vorteilhafter gewesen.

Aktuell liegt der Bitcoin-Preis ungefähr auf der mittleren (grünen) Linie des Modells. Ein Einstieg zum heutigen Zeitpunkt wäre – gemessen an den Daten der Vergangenheit – also „ganz okay“: nicht perfekt, aber auch nicht schlecht.

Mehr Wissenswertes zum Power Law Modell sowie weitere Analysen findest du hier.

Wichtig: Auch das Power Law Modell liefert keine Garantie für die Zukunft – es zeigt lediglich, wie sich der Preis in der Vergangenheit innerhalb bestimmter Grenzen bewegt hat.

Risiken – und warum Psychologie entscheidend ist

Jede Investition birgt Risiken – erst recht, wenn man sie mit Fremdkapital eingeht.
Und auch wenn Bitcoin für viele ein Symbol finanzieller Freiheit ist, bleibt die Realität nüchtern: Fremdkapital verstärkt beides – Gewinne wie Verluste.

Die offensichtlichen Risiken liegen auf der Hand:

  • Zins- und Rückzahlungsrisiko: Die Rückzahlungspflicht eines Kredits besteht unabhängig von der Bitcoin-Wertentwicklung – auch wenn diese zwischenzeitlich stark schwankt.

  • Kursrisiko: Bitcoin kann kurzfristig stark fallen, auch um 50 % oder mehr.

  • Liquiditätsrisiko (bei Bitcoin-besicherten Krediten): Wenn der Kurs fällt, kann deine hinterlegte Sicherheit liquidiert – also zwangsverkauft – werden.

Doch das größte Risiko ist aus meiner Sicht psychologischer Natur: Ein Kredit für Bitcoin ist nur dann erträglich, wenn man starke Nerven hat und Kursrückgänge emotional aushalten kann. Wer in Panik gerät oder sich selbst schlaflose Nächte beschert, sollte unbedingt die Finger davon lassen!

Ich habe mir vor meiner Entscheidung für den Kredit die Frage gestellt:

Was wäre, wenn die Idee von Bitcoin sich nicht durchsetzt?
Was, wenn Bitcoin scheitert und der Preis auf null fällt?

Meine Antwort lautete: Dann arbeite ich schlimmstenfalls bis zur Rente weiter als Angestellte. Und vielleicht sogar darüber hinaus, je nachdem, wie es bis dahin um unser Rentensystem steht…

Das wäre im Grunde genau die Situation, in der sich ohnehin die meisten Menschen auf der Welt befinden. Mit dieser Erkenntnis konnte ich meine Entscheidung bewusst treffen: Ich bin bereit, die Konsequenzen zu tragen, falls der schlechteste Fall eintreten sollte – auch wenn ich natürlich nicht davon ausgehe.

Bitcoin-besicherte Kredite – ein noch junges Konzept

Bevor wir uns die Unterschiede von Bitcoin-besicherten Krediten zu klassischen Konsumkrediten ansehen, lohnt ein kurzer Blick auf das Prinzip selbst: Bitcoin-besicherte Kredite sind ein relativ neues Finanzprodukt. Dabei werden die eigenen Bitcoin als Sicherheit hinterlegt, um im Gegenzug Geld zu erhalten – z.B. Euro oder Schweizer Franken.

Die Abwicklung erfolgt nicht über Banken, sondern über spezialisierte Plattformen, die technisch gesehen eine Art Pfandkredit anbieten. Solange der Bitcoin-Preis relativ stabil bleibt, kann man den Kredit bedienen und die hinterlegten Bitcoin später wieder freigeben lassen.

Fällt der Kurs jedoch stark, kann es zu einer automatischen Liquidation kommen – die Plattform verkauft dann deine Bitcoin, um den Kredit zu decken.

Ein entscheidender Unterschied zwischen den verschiedenen Anbietern liegt in der Art, wie die Bitcoin verwahrt werden. Es gibt grundsätzlich zwei Modelle:

  • Custody-Modell: Die Plattform oder ihr Verwahrer verwahrt deine Bitcoin direkt selbst. Das ist bequem, bedeutet aber, dass du die Kontrolle über deine Bitcoin vollständig abgibst – du musst der Plattform vertrauen, dass sie sicher und zuverlässig arbeitet.

  • Escrow-Modell: Hier werden deine Bitcoin treuhänderisch verwahrt, oft über eine Art Multi-Signatur-Lösung, bei der keine Partei allein Zugriff hat. Das reduziert das Gegenparteirisiko und ist konzeptionell näher am Bitcoin-Grundgedanken: „Not your keys, not your coins.“

Noch ist dieser Markt jung und die Konditionen variieren stark. Viele Angebote sind auf kurze Laufzeiten ausgelegt – häufig nur bis zu zwei Jahre. Das macht sie zwar flexibel, erhöht aber das Risiko, wenn der Kurs in dieser Zeit deutlich schwankt.

Vor ein paar Tagen hat die Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte gemeinsam mit dem Broker 21bitcoin angekündigt, an einem regulierten Bitcoin-besicherten Kreditanlageprodukt zu arbeiten.

Das wäre die erste Bank in Deutschland, die Bitcoin als Sicherheit anerkennt – und das ist aus mehreren Gründen spannend:

Erstens signalisiert die Volksbank damit: „Bitcoin ist sicher“. Und zweitens können wir davon ausgehen, dass weitere Banken mit weiteren Bitcoin-Kredit- und Finanzprodukten folgen werden. Ich bin sehr gespannt, wie das fertige Produkt aussehen wird – mehr dazu erfahren wir wahrscheinlich im nächsten Jahr. Die News findest du hier.

Konsumentenkredit oder Bitcoin-besicherter Kredit?

Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.

  • Konsumentenkredite sind planbar: feste Raten, feste Laufzeit, klarer Tilgungsplan.
    Dafür braucht man ein geregeltes Einkommen und eine gute Bonität.

  • Bitcoin-besicherte Kredite sind flexibler, verlangen in der Regel keine Schufa-Auskunft und können interessant sein, wenn man bereits Bitcoin in ausreichender Menge besitzt – bringen aber zusätzliche Risiken wie Kursabhängigkeit und die Gefahr einer Zwangsliquidation mit sich.

Je nach Lebenssituation kann das eine oder andere sinnvoller sein. Ein erfahrener Bitcoiner mit hohem Bestand und ohne festes Einkommen kann zu einem Bitcoin-besicherten Kredit greifen, während ein Angestellter mit stabilem Gehalt mit einem klassischen Konsumentenkredit wahrscheinlich besser fährt.

Entscheidungstabelle: Konsumentenkredit oder Bitcoin-besicherter Kredit?

Persönlich bin ich kein Freund davon, Bitcoin-besicherte Kredite zu nutzen, um damit mehr Bitcoin zu kaufen. Damit kombiniert man zwei Risikofaktoren: die Schwankungen des Bitcoin-Kurses und die Rückzahlungsverpflichtung des Kredits. Wenn der Preis kurzfristig stark fällt, kann die hinterlegte Sicherheit zwangsverkauft werden – und man verliert unter Umständen genau die Bitcoin, die man eigentlich behalten wollte.

Ein weiteres Problem: Viele Bitcoin-besicherte Kredite laufen nur bis zu 24 Monate – also deutlich kürzer als klassische Konsumentenkredite. Diese kurze Laufzeit ist kritisch, weil sie kaum Zeit lässt, temporäre Kursrückgänge auszusitzen.

Wie weiter oben im Artikel gezeigt, reduziert eine längere Kreditlaufzeit das Risiko, zum ungünstigen Zeitpunkt einzusteigen – eine kurze Laufzeit dagegen erhöht es.

Mehr-BTC durch Kredit-Einmalkauf: Prozentuale Zusatzmenge gegenüber monatlichem Sparplan

Aus meiner Sicht gibt es bessere Anwendungsfälle für Bitcoin-besicherte Kredite. Plattformen wie firefish.io werben mit dem Motto:

Verkaufe keine Bitcoin – lebe davon.

Die Idee dahinter: Man nutzt seine Bitcoin als Sicherheit, um sich regelmäßig Geld auszahlen zu lassen, ohne sie tatsächlich zu verkaufen. Das kann unter bestimmten Bedingungen sinnvoll sein – bleibt aber in der Praxis ein weiteres Nischenthema, das sich vor allem für Menschen lohnt, die bereits über ein größeres Bitcoin-Polster verfügen.

Zu diesem Thema werde ich zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere Newsletter-Sonderausgabe veröffentlichen. Abonniere gerne meinen Newsletter, um die Ausgabe nicht zu verpassen.

Recht und Ethik

Ist es legal, Bitcoin auf Kredit zu kaufen?

Die kurze Antwort: Ja.

Die lange Antwort: Manche Banken schließen Kredite für spekulative Zwecke – und damit auch für den Kauf von Bitcoin – in ihren Vertragsbedingungen aus. In diesem Fall hilft es, sich nach einem anderen Anbieter umzusehen, idealerweise online. Dort kann man den Verwendungszweck oft einfach als Sonstiges auswählen und ist damit auf der sicheren Seite.

Und wie steht es um die Moral?

Ob Bitcoin auf Kredit ethisch vertretbar ist, darf jede(r) für sich selbst beantworten. Mir sind zwei Aspekte wichtig:

Ich persönlich finde es nicht verwerflich, diese Möglichkeit zu nutzen – im Gegenteil. Wohlhabende Menschen und Unternehmen nutzen seit Jahrzehnten Fremdkapital, um Vermögen aufzubauen oder ihre Bilanz effizienter zu gestalten. (Die Augen hat mir damals Robert Kiyosakis Buch Rich Dad, Poor Dad geöffnet.)

Warum also sollte der Durchschnittsbürger das nicht auch tun dürfen? Man könnte sogar sagen: Bitcoin auf (Konsum-)Kredit ist eine Frage der Chancengleichheit – sofern man verantwortungsvoll handelt und die Risiken versteht.

Hinzu kommt: Auch Treasury-Unternehmen und börsennotierte Firmen wie Strategy (früher MicroStrategy) oder Metaplanet nutzen Bitcoin-besicherte Strategien oder Kredite, um ihre Bestände zu optimieren. Ich persönlich sehe allerdings lieber mehr Bitcoin in den Händen von Privatpersonen als in den Bilanzen großer Konzerne oder Institutionen…

Häufig gestellte Fragen

Hast du noch Fragen zum Thema? Schreib sie gerne unten in die Kommentare – ich freue mich auf den Austausch.

Oder wirf einen Blick auf den FAQ-Abschnitt meines ausführlichen Videos auf meinem Heart Money Kanal:

Heart Money Folge 14 💟 Bitcoin auf Kredit - Genial oder Wahnsinn?

Vielleicht findest du dort schon die Antworten, die du suchst.

Ich hoffe, dieser Artikel hat dir geholfen, das Thema Bitcoin auf Kredit aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Wenn du es bewusst und reflektiert angehst, kann ein Kredit ein nützliches Werkzeug sein – eine Chance, um schneller neue Wege zu gehen: in Richtung finanzieller Unabhängigkeit oder, wie in meinem Fall, in die Selbstständigkeit.

Wenn nicht, kann er schnell zur Belastung werden. Triff deshalb bitte nur Entscheidungen, die wirklich zu dir, deiner Persönlichkeit und deiner individuellen Situation passen.

Disclaimer

Dieser Artikel stellt keine Finanz-, Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er spiegelt ausschließlich meine persönliche Meinung und Erfahrung wider und dient Informations- und Bildungszwecken.

Der Kauf von Bitcoin auf Kredit ist mit erheblichen finanziellen Risiken verbunden. Kurse können stark schwanken, Kreditzinsen und Rückzahlungsverpflichtungen bleiben jedoch bestehen – unabhängig von der Preisentwicklung. Bevor du handelst, rechne und recherchiere selbst, beurteile deine eigene Risikotoleranz und hole dir bei Bedarf professionellen Rat.

Ich übernehme keine Haftung für finanzielle Verluste, die durch Entscheidungen auf Grundlage der hier dargestellten Inhalte entstehen. Oder kurz gesagt: Jede Entscheidung liegt ganz allein in deiner Verantwortung.


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Hab noch einen schönen Sonntag oder eine gute Woche – ganz egal, wann du diese Worte liest.

Nicole ❤️


Erschienen auf Substack am 26. Oktober 2025


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