Festival-Vibes treffen Bitcoin-Millionen
Beats. Bass. Sonne im Gesicht. Diese Woche war ich für das Team von 21bitcoin auf dem Electric Love Festival unterwegs. Mein Auftrag: mit Menschen sprechen, Interviews führen und Bitcoin eine Stimme geben.
Ich habe viele Leute kennengelernt, die sich mit Investieren auskennen, in Immobilien aktiv sind oder sich generell für das Leben interessieren – für die Bitcoin aber noch Neuland ist. Es war wieder faszinierend zu beobachten, wie bei manchen plötzlich die Lichter angehen, wenn sie gedanklich Platz dafür schaffen und sich auf ungewöhnliche Gespräche einlassen.
Auch für mich war es eine ganz neue Erfahrung. Ich habe nicht nur viel über andere Menschen und den Zustand unserer Welt gelernt, sondern auch über mich selbst. Zum ersten Mal war ich nicht diejenige, die interviewt wurde, sondern diejenige, die Fragen stellte. Ich wusste nicht, wie es mir gefallen würde und ob ich darin aufgehe oder nicht. Meine Evaluation ist noch nicht ganz abgeschlossen, aber ein vorläufiges Fazit habe ich bereits: Ich mag es. Ich mag es, Menschen Raum zu geben, ihnen zuzuhören und das Beste aus dem Moment herauszuholen.
Es waren spannende Tage – mit Sonne, guter Stimmung und vielen herzlichen Begegnungen. Ich gehe mit noch mehr Lust auf die kommenden Monate und Jahre nach Hause. Die Zukunft kann gut werden, auch wenn uns die Nachrichten oft etwas anderes glauben lassen. Denn es gibt sie: die Idealisten, die unermüdlich an einer freien und selbstbestimmten Welt für alle arbeiten. Ich bin unendlich dankbar, ihnen immer wieder begegnen zu dürfen.
Mit Chris von Seedor im Gespräch beim Electric Love Festival
MEINE HEART WORDS DER WOCHE
1. Eine Erkenntnis
Österreichische Unternehmer scheinen ein besonderes Talent fürs Netzwerken und Kooperieren zu haben. Beim Festival waren zwei Luxusfahrzeuge mit 21bitcoin-Branding als Shuttle für die Podcast-Gäste im Einsatz. Einmal wurde ich vom Gelände ins Hotel chauffiert – im Maybach. (Für alle, die mit Autos ähnlich wenig anfangen können wie ich: Das ist eine der teuersten Limousinen überhaupt.)
Doch nicht das Auto hat mich beeindruckt, sondern sein Fahrer. Er war der Inhaber des Luxusauto-Verleihs, gerade einmal um die 20 Jahre alt. Vor Kurzem hatte er seine Matura abgeschlossen – das österreichische Pendant zum Abitur. Ich dachte an mein eigenes 20-jähriges Ich zurück, das damals für 7,05 € pro Stunde bei McDonald’s arbeitete. Zwischen seiner Realität und meinem damaligen Horizont liegen Welten.
Hätte ich mir zugetraut, mit 20 ein Unternehmen zu gründen? Sicher nicht. Hatte ich das Potenzial dazu? Vermutlich schon. Aber der Gedanke kam mir nie. Gründen, Verantwortung übernehmen, ein eigenes Projekt aufbauen – all das existierte nicht in meiner Vorstellung von Möglichkeiten.
Heute weiß ich: Wir alle haben meist weit mehr Chancen, als uns bewusst ist. Doch in der Schule lernen wir kaum etwas über Unternehmertum. Stattdessen üben wir, fleißig zu sein, uns einzufügen, Erwartungen zu erfüllen. Wir lernen, im System zu funktionieren – aber nicht, es zu hinterfragen oder eigene Wege zu gehen.
Was ich meinem 20-jährigen Ich heute gerne sagen würde? Trau dich! Probiere Dinge aus! Denke größer, als du es für erlaubt hältst. Schau dir die Welt an – sie ist voller Wege, die du dir noch nicht vorstellen kannst.
2. Ein Festival
Das Electric Love Festival am Salzburgring in Österreich findet seit zwölf Jahren statt und zieht jedes Jahr Tausende Fans elektronischer Musik an. Ich war zum allerersten Mal dort und was mich besonders überrascht hat: Trotz reichlich Alkohol und vermutlich auch anderer Substanzen herrschte dort eine bemerkenswerte friedliche Stimmung. Keine Aggressionen, keine Gewalt, keine Schlägereien. Niemand fiel durch unangenehmes Verhalten auf. Zumindest nicht in meiner Umgebung. Ich habe mich auf dem gesamten Gelände außergewöhnlich sicher gefühlt – ein Gefühl, das ich sonst fast nur von Bitcoin-Konferenzen kenne.
Ich frage mich, ob es einen Zusammenhang zwischen Musikgeschmack und der Stimmung auf solchen Events gibt. Studien deuten tatsächlich darauf hin, dass Techno- und EDM-Festivals tendenziell weniger Gewaltvorfälle verzeichnen als andere Musikveranstaltungen, etwa im Heavy-Metal- oder Hip-Hop-Bereich. Das liegt jedoch weniger an der Musik selbst, sondern vielmehr an der jeweiligen Szene und Kultur, in die man eintaucht. Interessant…
3. Ein Interview
Letzte Woche habe ich im Newsletter angekündigt, dass ich ein Gespräch mit Marc vom Bitcoin Hotel führen würde – ein Interview, das schon vorab auf Social Media polarisiert hat. Marc ist ein Mensch mit ungewöhnlichen Ansichten, die manche als extrem oder befremdlich empfinden. Seine Antworten sind oft unerwartet. Als ich ihn fragte, wie er in El Salvador mit der Entfernung zu seiner Familie umgeht, antwortete er etwa mit einem Gedanken zur Illusion von Raum und Zeit. Für ihn seien das lediglich Konstrukte.
Für mich war das Gespräch am Freitag unglaublich inspirierend. Gerade von Menschen, die radikal anders denken oder leben, kann man besonders viel mitnehmen. Sie fordern unsere eigenen Überzeugungen heraus und laden dazu ein, gewohnte Perspektiven zu hinterfragen – auch wenn man am Ende bei seiner Haltung bleibt. Ich persönlich möchte weder in El Salvador leben, noch mich ausschließlich von Früchten ernähren oder tagelang trockenfasten. Trotzdem schätze ich es, dass es Menschen wie Marc gibt, die genau diesen Weg wählen.
Sobald das Interview mit Marc veröffentlicht ist, gebe ich dir hier im Newsletter natürlich Bescheid.
Marc vom Bitcoin-Hotel und ich nach unserem Gespräch
4. Eine Frage
Für viele Gäste, die 21bitcoin zur Podcast Lounge auf dem Festival eingeladen hatte, war Bitcoin noch Neuland. Besonders spannend war der Austausch mit Immobilien-Profis, die bisher vor allem in klassischen Anlageklassen unterwegs sind. Durch die Gespräche mit überzeugten Bitcoinern bekamen sie jede Menge Food for Thought – fast schon eine kleine Druckbetankung an neuen Perspektiven.
Immer wieder kam dabei dieselbe Frage auf: „Welchen Bitcoin-Preis erwartest du für 2030?“
Meine Antwort, die sie auch von anderen Gesprächspartnern in ähnlicher Form hörten, hat die Bitcoin-Neulinge überrascht: Ich persönlich halte es für realistisch, dass Bitcoin bis 2030 die 1.000.000 US-Dollar-Marke knacken könnte. Das wäre nur eine Verzehnfachung gegenüber dem aktuellen Kurs. Bitcoin ist schließlich absolut knapp – ähnlich wie Gold – und in der Vergangenheit haben wir schon heftigere Sprünge erlebt.
Und doch fällt es selbst erfahrenen Investoren schwer, sich das vorzustellen. Für mich ist es immer wieder faszinierend zu beobachten, wie groß diese gedankliche Hürde noch ist. Es zeigt einmal mehr: Wir stehen mit Bitcoin noch ganz am Anfang.
5. Ein Zitat
Bitcoin transportiert Kaufkraft in die Zukunft. Der Euro stiehlt Kaufkraft in der Zukunft.
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Hab einen schönen Sonntag oder eine schöne Woche – ganz egal, ob mit Beats oder ohne.
Nicole ❤️
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