Sind ein Drittel aller Bitcoin durch Quantencomputer gefährdet?
Die Debatte um Quantencomputer und Bitcoin-Sicherheit flammt regelmäßig auf — und zu Recht. Denn während die Blockchain-Technologie selbst als robust gilt, könnten hypothetische Quantencomputer theoretisch das zugrunde liegende kryptographische Verfahren angreifen. Die Frage ist nicht, ob das passiert, sondern wann — und wie viele Bitcoin dadurch gefährdet sind.
Der Kern des Problems liegt bei öffentlich bekannten Bitcoin-Adressen, deren private Schlüssel durch Quantencomputer potenziell berechnet werden könnten. Besonders betroffen sind Adressen, die mehrfach für Transaktionen verwendet wurden oder deren Zustände in der Blockchain sichtbar sind. Eine aktuelle Analyse deutet darauf hin, dass etwa ein Drittel aller existierenden Bitcoin in solchen theoretisch anfälligen Adressen liegen könnte — insbesondere ältere oder inaktive Bestände.
Für die deutschsprachige Bitcoin-Community im DACH-Raum ist das kein Grund zur Panik, aber durchaus zur Aufmerksamkeit. Die Bitcoin-Entwickler arbeiten bereits an Post-Quanten-Kryptographie-Lösungen, und Sicherheitsexperten empfehlen vor allem Langzeit-Hodler, ihre Keys richtig zu handhaben und regelmäßig zu bewegen. Bitcoin selbst hat Zeit — Quantencomputer auf kommerzieller Ebene sind noch Jahre entfernt.
Quelle: BTC-ECHO
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